Tuch „Sommerbrise“

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Achja, ich habe endlich mal wieder etwas größere fertig. Nicht groß, aber größer. Ausreichend um die eigenen Ansprüche vorerst zu befriedigen. Ich habe nämlich mein #SommerbriseTuch im Rahmen des zugehörigen Knit-Alongs gestrickt. Die Anleitung für das Tuch im Streifenmuster mit I-Cord-Rand gibt es bei Landherzen auf dem Blog.

Der KAL zum gemeinsamen Stricken des Tuchs lief den Juni über und endete am 30.06.2019. Da ich erst nach unserem Kurzurlaub nach Pfingsten, also Mitte Juni angeschlagen habe, war ich zeittechnisch etwas im Rückstand, aber ich habe glanzvoll aufgeholt und am letzten Tag des KALs tatsächlich noch den Strickkordel-Rand fertig gestellt. Yeay yeay!

Ich bin auch mehr durch Zufall zu dem Tuch gekommen. Bereits mehrfach online gesehen, war es ersteinmal für mich nicht relevant: Gemäß Anleitung wird das Tuch aus Schachenmayr Catania gestrickt. Dann hatte ich aber eine schöne Idee im Sinne der Wollberg-Reduzierung:
Ich habe schon länger ein Viskose-Baumwoll-Garn (Lancofil mix fin) gehütet. Die hellblaue Farbe allein hatt mich bisher immer abgeschreckt. Zu langweilig. Aber kombiniert mit einer Knallerfarbe?! Klar! Außerdem glänzt der Viskose Faden in dem verzwirntem Garn so schön. Durch Zufall habe ich als Restposten Baumwoll-Häkelgarn (LL 125m/50g, 100% Baumwolle) von Rico in einem genialen Türkis entdeckt und schwups, zwei Knäule gekauft, um zu Hause dann festzustellen, dass man ja drei Knäule braucht.. *seufz*

Da ich von dem hellblauen Garn fünf Knäule hatte, war schnell entschieden, dass ich nun halt nicht 1:1-Streifen stricke sondern im Verhältnis 2:1. Gesagt, getan. Und ich war recht schnell recht angetan.

Beim Stricken stellte ich fest, dass trotz gleicher Lauflänge das Viskose-Garn dicker ist und somit der Verbrauch größer.
Kennt ihr das, wenn man sich das so hingerechnet hat und sich sicher ist, zu wissen, wann der Knäulwechsel kommen muss? Und wenn das alte Knäul schier unendlich lange hält, weit über die selbst erdachten Stellen hinaus, beginnt man die am Einzelknäul festgestellten Abweichungen aufzusummieren und überlegt, ob am Ende noch genug Garn zum Abketten überbleibt oder ob man doch mit Blumenbast abketten muss :D Oder andersherum, wieviele Knäule man wieder unauffällig in den Wollberg zurückführen muss.. Ich kenne das! :)
Schlussendlich habe ich dann ganz entspannt meine zwei türkisen Knäule (100g) und alle fünf hellblauen Knäule (250g) verstrickt… Alles wird gut!

Gestrickt habe ich mit meinen „Addi Click Lace“-Nadeln. Ich mag die inzwischen wirklich sehr. Ich möchte sie nicht mehr missen! Ich glaube ich muss mir noch mal eins, zwei Seile dazukaufen. Irgendwie ist immer das belegt, was man gerade braucht. :)

Die Farbwechsel an den Streifen erfolgen an der Zunahmekante und auch wenn hinterher kein Rand drum käme, sähe der Rand vertretbar ordentlich aus. Ich merke mir: bei Farbwechseln den alten Faden vorne runterhängen lassen und den neuen Faden von hinten hochholen. Diesen und noch mehr tolle Tipps gibts bei Kerstin (Landherzen-Blog) in dem Video zur Anleitung.

Aprospos Video. Im zweiten Video wird Schritt für Schritt das Stricken des Kordelrands (I-Cord) erklärt. Sie zeigt sogar, wie man an welcher Kante am besten die Maschen aufnimmt, um den Rand möglichst sauber anzuarbeiten. Ich habe den ICord mit kleineren Nadeln (3,25mm) gestrickt, um eine schöne Optik hinzubekommen.

Die Anleitung ist absolut Anfängertauglich und es werden viele Details erklärt und wie gesagt auch wertvolle Tipps gegeben. Sehr gelungen und entspannt nachzustricken! Bei Instangram kann man übrigens ganz ganz viele tolle Farbkombinationen der fertigen Tücher bestaunen. Ganz zauberhaft. (#SommerbriseTuch)

Mein Tuch hat nun eine Länge von 135cm und ist in der Mitte 70cm hoch.
Der ICord hat die lange Kante doch ein ganzes Stück zusammengezogen, obwohl ich es nach der Fertigstellung extra noch etwas in die Länge gespannt habe.
Nach Fertigstellung habe ich wieder gemerkt, dass ich mehr auf asymetrische Dreieckstücher stehe. Bei den gleichschenkligen Dreiecken ist einfach sehr sehr viel Material vorne vorm Hals und die Zipfel meist doch ein Stück zu kurz. Immer.
Verstärkt wird das in diesem Fall vermutlich noch durch meine Garnwahl. Da das hellblaue Garn wie bereits beschrieben ein wenig dicker zu sein scheint als die Catania o.ä. reine Baumwollgarne der Lauflänge, ist glaube ich das Tuch etwas dicker und steifer.

Aber das ist Kritik auf hohem Niveau. Die Farbkombi gefällt mir sehr gut. Ich hatte etwas Bedenken, ob der weiße Rand wirklich gut ist, aber er gefällt mir. Der glänzt übrigens auch, da ist auch ein Viskosefaden drin :)
Und selbst wenn man es nicht perfekt wickeln kann, kann man es ganz wunderbar umliegen und ich freue mich auf kommende Grillabende, wo es mich begleiten darf!

  • 250g Lancofil mix fin in hellblau, Farbe 805 (65% Baumwolle, 35% Viskose), LL 125m/50g
  • 100g Rico Design Creative Cotton DK, Farbe 5 (100% Baumwolle), LL 125m/50g
  • 22g Junghans Wolle Tropica Solids in weiß (77% Baumwolle, 23% Viskose)
  • Knötchenrand (alle Randmaschen rechts stricken)
  • nachträglich umlaufend angestrickter ICord
  • Fertig gestellt: Juni 2019

Verlinkt bei MaschenfeinCaro’s Fummeleyliebste MaschenStricklustLieblingsstückeCreative Lovers, Handmade on Tuesday, Creadienstag und die pppfal-Linkparty.

2 Kommentare zu „Tuch „Sommerbrise“

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