„Suokatu“ von Katrine Birkenwasser – 52 Weeks of Socks

[Werbung: unbeauftragt]
Um das Buch „52 Weeks of Socks“ von Laine Magazine ist man im letzten Jahr in der Strickgemeinschaft kaum drumherum gekommen. So ist dieses wunderbare Buch auch bei mir im Regal gelandet. Zu Beginn dieses Jahres habe ich dann endlich auch mal ein Design aus dem Buch angeschlagen. Deshalb kann ich dir heute nun meine Socken nach dem Design „Suokatu“ von Katrine Birkenwasser vorstellen.

Von dem Buch habe ich hier auf dem Blog schon an verschiedensten Stellen geschwärmt. Es fängt beim Layout an, setzt sich in den tollen Designs fort und wird unterstützt durch eine wirklich schöne Bildsprache. Von dem Leineneinband will ich gar nicht erst anfangen! Dieses Buch macht auf jeden Kaffeetisch etwas her und ist ein Genuss für jeden, der Freude an schönen Büchern hat.

Da war es gar nicht so einfach auszusuchen, welche Anleitung ich als erstes stricken möchte. Aber wer hier häufiger mitliest, der hat am Rande auch schon einmal mitbekommen wie ich meine Projekte plane. Ich habe nämlich eine große Stricktapete, auf der ich alles, was ich irgendwo sehe und stricken möchte, sammle. Wenn ich dann ein neues Projekt beginnen möchte, nehme ich mir diese Liste vor und lasse mehr oder weniger den Zufall entscheiden, womit ich als nächstes anfange. Vorausgesetzt natürlich es gibt keine genaueren Pläne. Dieses Wundertüten-Prinzip und nicht zu wissen, was kommt, liebe ich. (Keine Angst, ich habe ein Veto-Recht.^^) So habe ich in diesem Fall also das Buch bewusst gewählt, aber welches der Designs, die ich mir vorher markiert hatte, es nun tatsächlich werden sollte, habe ich dem Zufall überlassen. Ich muss sagen, er hat gut gewählt.

Diese Socken werden toe up, also von der Spitze aus gestrickt. Die Anleitung sieht eine Form der Bandspitze sowie als Ferse eine Käppchenferse vor. Abgekettet habe ich wie in letzter Zeit meist bei ToeUp-Socken mit Jeny’s surprisingly stretchy Bind-Off. Wer den noch nicht kennt: hier gibt es z.B. ein Tutorial von COCOKNITS.

Das besondere an dem Design ist aber natürlich das Muster, welches sich auf dem Oberfuß und rundherum am Schaft befindet. Es ist ein geometrischen Muster aus nach rechts und nach links geneigten Maschen, wodurch eine Optik entsteht, die an die Knöchel von Balletttänzerinnen erinnert, die sich die Bänder der Spitzenschuhe um die Knöchel schlingen. Der Vergleich hinkt ein wenig, weil sich im Muster mittig auf der Vorderseite eine Spiegelachse befindet, aber ich denke zweckdienlich ist er trotzdem.

Eins hat sich bei diesen Socken erneut bestätigt: Irgendwie sitzen ToeUp-Socken bei mir noch besser am Fuß. Weniger Ausleiern, weniger Rutschen. Vorausgesetzt natürlich man erwischt den richtigen Zeitpunkt für den Beginn der Ferse. Keine Ahnung woran das liegt. Ich werde das weiter beobachten.

Durch das Muster, das sehr viel mit verkreuzten Maschen arbeitet, dauert der Fortschritt natürlich etwas länger als bei glatt rechts gestrickten Socken. Aber da ich letztere eh nie stricke, weil einfach soooooo viele tolle Mustersocken darauf warten gestrickt zu werden, ist das nicht schlimm. Ich sollte mir das aber wirklich mal überlegen. Ich habe viele schöne aber für Mustersocken viel zu bunte Stränge Sockengarn im Wollberg. Den kann man eigentlich nur mit Stinos (STInkNOrmale Socken) gerecht werden. Ein Drama.

Das Garn ist die Soft Sock Merino von RockTheWool. Es ist ein Merino-Sockengarn mit 15% Polyamid. Ich hatte es vor nun schon fast einem Jahre in einem 2-Stränge-Überraschungsbeutel. (Wundertüte.. ich sags ja!) Gewickelt war die Färbung „Glitch“ in verschiedenen Beige- und Brauntönen mit wenigen Farbigen Sprenkeln recht unauffällig.

Für diese Socken brauchte ich nun eine sich unterordnende Färbung, wollte aber nicht mit unifarbenem Industriegarn stricken. So kam mir dieser Strang wieder in die Hände und das Endergebnis gefällt mir sehr gut. Vom gewickelten Strang hätte ich nicht erwartet, dass die Wolle verstrickt sich so schön macht.
Also: Glück gehabt und richtig gewählt. :)

Da ich aufgrund der verkreuzten Maschen etwas Sorge wegen der Weite hatte (hoher Spann…) habe ich sowohl, die Maschenanzahl der Sohle um zwei Maschen erhöht als auch eine Spickelmaschen pro Seite mehr zugenommen und somit die Fersenwand um zwei Reihen verlängert. So sitzen sie wie angegossen. Der Effekt des Musters war allerdings auch nicht so drastisch wie ich erwartet hatte. Aber ich will mich gar nicht beschweren.

Mein Debüt mit dem „52 Weeks of Socks“-Buch ist also gelungen. Ich werde sicherlich nicht alle 52 Socken stricken, aber die ein oder andere wird auf jeden Fall noch folgen. Und wenn es soweit ist, natürlich nach dem Motto „alea iacta est“! (Yes, dafür habe ich mein großes Latinum gemacht! :D )
Ich halte dich natürlich auf dem Laufenden.

  • Anleitung: „Suokatu“ von Katrine Birkenwasser (Ravelry-Link)
  • 76g Merino Soft Socks von RockTheWool, Farbe „Glitch“ (85% Merino, 15% Polyamid), LL 400m/100g
  • kleinste Größe nach Anleitung -> 38/39
  • NS 2,5
  • ToeUp
  • Käppchenferse
  • Jeny’s surprisingly stretchy Bind-Off
  • Kosten: ca. 14€ (inkl. Rest)
  • fertig gestellt: Februar 2021

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Creativ Lovers, Creativsalat, Handmade on Tuesday, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

2 Kommentare zu „„Suokatu“ von Katrine Birkenwasser – 52 Weeks of Socks

Gib deinen ab

  1. Liebe Anma,
    diese Socken sind dir sehr gut gelungen.
    Muster und Wolle sind ein perfektes Match .
    Die Socken stehen nun mehr auch auf meiner Tapetenrolle.
    Ich schaue oft in das Buch, muss jedoch gestehen, dass ich bisher noch keine einzige Socke aus dem Buch gestrickt habe .
    Die Mustercharts sind für mich zu klein und ich müsste sie mir erst vergrößern, um meine Augen nicht zu Überanstrengen.
    Ich werde es in Angriff nehmen.

    Ganz liebe Grüße
    Dani

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Dani,

      vielen lieben Dank! :)
      Das Gefühl kenne ich. War auch mein erstes Paar aus dem Buch. Es sind wirklich viele tolle Socken drin ☺️
      Wenn die Lesbarkeit so schlecht ist, hemmt das. Das kann ich verstehen. Aber vllt kannst du dich ja durchringen. Das Ergebnis wird sich bestimmt lohnen. :) wenn du angefeuert werden musst, sag Bescheid. :P

      Ganz liebe Grüße
      Anma

      Gefällt 1 Person

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