Cowl „Cloudbank“ – Kinderversion

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Weiter gehts mit dem Kinderstrick! Nach dem Jäckchen Entrechat habe ich zu dickerer Wolle gegriffen. Entstanden ist ein Cowl oder auch „Schlüpfschal“ wie ich bei Kindern gerne sage. Hierfür habe ich die Erwachsenengröße einer bestehenden Anleitung glänzend mit Kompetenz und Fachwissen zu einer Kindervariante umgewandelt…. Nagut, sagen wir einfach, das Ergebnis zählt! :D

Der Ursprung für dieses Projekt waren zwei Stränge Merino Chunky von RockTheWool. Die Färbung in „pastelligen Neonfarben“ hatte es mir letzten Sommer irgendwie angetan. Ich find die auch immer noch klasse. Nur tragen will ich sie nicht. :D
Das Pastell und Neon eigentlich Gegensätze sind, versteht sich natürlich von selbst. Aber irgendwie passt es. Denn Die Färbung besteht aus überwiegend abgetönten (pastelligen) Sprenklern in orange, pink, blau, lila, wie man sie von Textmarkern kennt, und das ganze auf einem hellen, aber nicht knalligem (pastelligen) gelb… Tada, pastellige Neonfarben! :D Die sich im übrigen überhaupt nicht fotografieren lassen! Deshalb sind die Fotos alle etwas unterschiedlich.

Naja, auf jeden Fall war dies die perfekte Gelegenheit die Stränge sinnvoll zu verwenden, denn kindertauglich ist die Färbung allemal.
Es handelt sich um ein reines Merinogarn mit einer Lauflänge von 115m auf 100g (bulky). Ich habe die Stränge letzten Sommer im Abverkauf erworben, da diese Garnbasis bei RockTheWool aus dem Sortiment genommen worden ist (s. Monatsrückblick 06/2020). Das Garn ist super weich und nicht allzu stark verzwirnt. Insbesondere beim Ribbeln und an Fadenenden muss man aufpassen, dass der Faden nicht plötzlich in seine einzelnen Zwirne zerfällt. Etwas nervig beim Vernähen. Aber darüber hinaus bin ich mit dem Garn sehr zufrieden.

Da ich zwei Stränge hatte und nicht wusste, ob ich mit einem auskomme, habe ich sie alternierend verstrickt, sprich immer nach zwei Reihen das Knäul gewechselt. Das war auch gut so, denn die Grundfarbe ist bei einem Strang deutlich kräftiger als bei dem zweiten. Aber so in der Mischung fällt das überhaupt nicht auf.

Bei der Suche nach einem Cowl, für den das Garn passen würde, habe ich dann den Cloudbank Cowl von Laura Aylor entdeckt und das Modell hat mich sofort angesprochen. Cowls finde ich immer schwierig, weil sie irgendwie nie die richtige Weite habe, aufstehen, abklappen, irgendwas ist immer. Aber der hier schien mir irgendwie charmant. Die Zöpfe zieren die Ränder und das Bild zur Anleitung ließ einen für meinen Geschmack optimalen Sitz vermuten. Also habe ich mir die Anleitung gekauft.

Um das ganze nun an einen Kinderhals anzupassen, musste ich erst einmal Maße für einen Kinder-Schlüpfschal recherchieren. Gar nicht so einfach, weil die meisten Hersteller/Verkäufer nur sagen, dass es sich um eine Einheitsgröße handelt, aber keine Maße angeben. Irgendwo war ich dann fündig geworden: 48cm Umfang und 24cm Höhe. Damit bin ich dann erst einmal losgelaufen.

Da der Cowl nach unten hin breiter wird, damit er schön fällt, habe ich versucht, das angepeilte Maß ca. in mittlerer Höhe des Cowls zu erreichen. Gleichzeitg musste ich natürlich aufpassen, dass er oben (engste Stelle) nicht zu eng wird, denn der Kopf muss ja noch durchpassen. Die Mama der Empfängerin hatte mir den Kopfumfang mit 51,5cm angegeben. Da das Gestrick gut dehnbar ist, ist eine gewisse Minderweite aber ja vollkommen in Ordnung.

Die Strängelchen begrenzen zur Verdeutlichung einen Mustersatz (an dem bereits gekürzten Cowl).

In erster Instanz habe ich die Abstände zwischen den Verzopfungen und den für die Formgebung nötigen verkürzten Reihen reduziert. Als ich so aber die Anzahl an Wiederholungen gemäß Anleitungen gestrickt, die Enden geschlossen und das Stück gewaschen und gespannt habe, war der eindeutig zu groß. Ein Nachmessen zeigte, dass ich trotz ursprünglich kleinerer Maschenprobe und weniger Reihen die Maße gemäß Anleitung erreicht hatte. Mist.

Das Ausmessen am fertigen Stück ergab dann drei Reihen weniger auf 10cm als an der Maschenprobe ermittelt, was natürlich erklärt, warum der Cowl deutlich weiter war als erwartet. Außerdem hatte ich das wellige Garn aus der Maschenprobe mit verstrickt. Ich habe damit bislang noch keine schlechten Erfahrungen gemacht, aber hier strickte es sich zum einen echt mistig und hat sich zum anderen dann bestimmt auch mehr entspannt als das glatte Garn. Zumindest bei dicken Garnen werde ich das so nicht wieder tun.

Nach kurzem Überlegen habe ich die vernähten Fäden wieder rausgeprökelt, die Naht im Maschenstich wieder aufgemacht, einen Mustersatz geribbelt und die Enden wieder aneinander genäht. Und so sollte es gut passen. Jetzt hat er nämlich ungedehnt eine Weite von 44 bis 60cm. Und er passt mir jetzt nicht mehr. Ich glaube das ist ein gutes Zeichen! Das geribbelte Garn habe ich gebadet und zu zwei kleinen Strängen gewickelt. Sehr süß! :)

Nach dem Waschen und Blocken kommen die Zöpfe an den Ränden richtig gut raus. Das gefällt mir sehr gut. An dieser Stelle leisten die als Kettrand (jede Reihe: 1. M re, letzte M mit FvdA wie zum li str abh) gestrickten Randmaschen einen guten Dienst. Er klappt leicht nach innen und wenn man die Kante doch mal sieht, sieht er sehr akkurat aus.

  • Anleitung: „Cloudbank“ von Laury Aylor (ravelry-Link)
  • 101g Rock the Wool Merino Chunky, Farbe unbekannt (100% Merino), LL ca. 115m/100g
  • NS 6,0
  • aufgehäkelter provisorischer Maschenanschlag
  • Enden im Maschenstich geschlossen
  • Kinderversion: ein Mustersatz weniger gestrickt und Mustersätze um zwei Reihen reduziert
  • Weite: 44-60cm, mittlere Höhe 25cm
  • Kosten: Garn (ein Strang) 11€, Anleitung 5,32€
  • fertig gestellt: Juli 2021

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Creativ Lovers, Creativsalat, Handmade on Tuesday, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

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