„ContrastSweater“ von PetiteKnit

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Ich habe noch mal in die herbstlichen Töne, zu Rost und Orange gegriffen und liebe es! Entstanden ist ein schlichter Pullover, der bei mir derzeit ganz oben in der Favouritenliste rangiert: Der ContrastSweater von PetiteKnit!

Das Garn für diesen Projekt habe ich mir, zumindest anteilig, auf dem Silberstedter Wollfest 2021 gekauft. Ich habe im Monatsrückblick hier davon berichtet. Das Garn „Wohld“ von Wollzimmer im Wohld ist ein reines Schurwolle-Garn, das noch recht viel Spinnöl enthält. Es ähnelt stark der Holst Supersoft. Ich kann da nur raten, wie da die Zusammenhänge sein könnten. Das Garn hat eine Lauflänge von 288m/50g und ich habe 200g in der Farbe „Almond“ und 100g in der Farbe „Terracotta“ mitgenommen. Insbesondere der Terrakotta-Ton war ja wieder mal genau mein Ding.
Nun wird der Pullover aber zweihändig gestrickt und ich brauchte noch ein Beilaufgarn. Die Anleitung schlägt ein Mohair-Seiden-Gemsich vor. Daran habe ich mich gehalten und mich für die Tynn Silk Mohair von Sandes entschieden. Die habe ich ja bereits bei meinem Pullover Luna verstrickt und mochte sie sehr. Für die Schurwolle „Almond“ gab es nun den Farbton „Lys Beige“ als Partner und „Terracotta“ durfte mit „Ember“ ins Abenteuer starten!

Nach einer Maschenprobe habe ich mich für Nadelstärke 4,0mm entschieden. Die ergab ein gleichmäßiges, luftig weiches, aber ausreichend dichtes Maschenbild. Und dann konnte es auch schon losgehen!

Der Pullover wird von oben nach unten gestrickt. Die Konstruktion der Schultern finde ich genial, wenn auch nicht intuitiv im Vergleich zu den sonst viel verwendeten Techniken. Eigentlich ist es irgendwie eine Kombi aus verschiedenen Schritten. Optisch sieht es nach Sattelschultern aus, aber trotzdem strickt man alles in einem Rutsch ohne irgendwo Maschen abzuketten oder stillzulegen bzw. neu aufzunehmen. Man strickt immer in der Runde und allein durch verschiedene Zunahmetechniken entwickelt sich diese Schulterkonstruktion, die zumindest bei mir ganz hervorragend sitzt!

Komplettiert wird der Oberkörper dann durch raglanartige Zunahmen, bis man die erforderliche Weite und Länge zum Abteilen der Ärmel erreicht hat. Hier musste ich ein wenig schummeln, weil meine Maschenprobe bzgl. der Reihenanzahl nicht ganz zur Anleitung passte, aber das macht nichts. Das ist ja das Schöne beim Stricken von oben nach unten: man kann es immer wieder mal überziehen und dann entschieden, ob man noch weiter stricken muss.
Hier übrigens ein klares Plus für die Anleitung. Bis auf diese Stelle und bei den Ärmelabnahmen sind die meisten Längenangaben in cm und nicht Reihen, sodass ich kaum umrechnen musste. Die Abnahmen an den Ärmeln habe ich auch etwas gestaucht. Sonst hätte ich wohl Ärmel bis zu den Knien gehabt. Naja, fast… :D

Nach dem Abteilen der Ärmel geht es einfach ganz viel glatt rechts im Kreis weiter. Ich habe keine Taillierung gestrickt. Der Zeitpunkt für den Farbwechsel wird in der Anleitung vorgegeben. Ich habe ich aber noch etwas herausgezögert, weil ich etwas Sorge hatte, dass sonst mein Mohairgarn für den rot-orangen Teil nicht reicht. Schließlich soll der Farbwechsel am Körper und den Ärmeln auf gleicher Höhe erfolgen. Da bei mir die Ärmel aber eigentlich immer mindestens genauso lang, häufig auch noch etwas länger als der Körper sind, musste ich natürlich den Bedarf für die beiden Ärmel auch sinnvoll mit einkalkulieren. Das hab ganz gut geklappt. 8g Mohair der Kontrastfarbe hatte ich am Ende noch über.

Am Ende vom Körper und auch der Ärmel wird dann noch mal ein Rippenbündchen gestrickt. Die habe ich wie immer mit dem Tubular Bind-off abgekettet. Ich liebe einfach, wie wertig dieser Abschluss aussieht.
Achso, das Halsbündchen habe ich übrigens unspektukalär elastisch angeschlagenen da man die Kante am Ende eh nach innen umschlägt und dort festnäht, sodass ein doppellagiges Bündchen entsteht.

Joa, so viel gibts dann gar nicht mehr zu sagen. Viel glatt rechts, eine tolle Konstruktion im Oberkörper und ansonsten lebt dieser Pullover von dem Material und der Farbwahl. Und was soll ich sagen, ich liebe meine Kombi! Ich würde ihn am liebsten gar nicht wieder ausziehen. Er ist gleichzeitig wirklich schön warm und trotzdem leicht und super anschmiegsam. Ein Traum!

Achso, wie auch bei der Supersoft von Holst ist dieses Garn durch das enthaltene Spinnöl beim Verstricken noch relativ hart und rustikal. Nach der ersten Wäsche flufft es aber auf und wird deutlich weicher und super angenehm zu tragen. Ich kann es in dieser Kombi an den Armen und am Hals auch gut direkt auf der Haut tragen.

Die Anleitung kann ich auf jeden fall empfehlen. Es gibt sie auch auf Deutsch. Die Übersetzung fand ich an wenigen Stellen etwas hakelig, aber logisches Denken und zur Not ein Blick in die englische Fassung haben dort schnell Abhilfe geschaffen.

  • Anleitung: Contrast Sweater von PetiteKnit (ravelry-Link)
  • 138g Wollzimmer im Wohld „Wohld“, Farbe Almond (100% Schurwolle), LL 288m/50g
  • 70g Wollzimmer im Wohld „Wohld“, Farbe Ember (100% Schurwolle), LL 288m/50g
  • 80g Sandes Tynn Silk Mohair, Farbe 3021 Lys Beige (57% Mohair, 28% Seide, 15% Wolle), LL 212m/25g
  • 42g Sandes Tynn Silk Mohair, Farbe 3835 Terracotta (57% Mohair, 28% Seide, 15% Wolle), LL 212m/25g
  • NS 4,0mm
  • Fake-Naht durch je eine linke Maschensäule mittig und der Achsel
  • Tubular Bind Off an den Bündchen (Körper+Ärmel)
  • Kosten: Garn 78,30€ (inkl. Reste), Anleitung 6,10€
  • fertig gestellt: Januar 2022

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Creativ Lovers, Creativsalat, Handmade on Tuesday, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung für diesen Artikel nicht vorgenommen.)

2 Kommentare zu „„ContrastSweater“ von PetiteKnit

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    1. Hallo Iris!
      Da werd ich ja ganz verlegen. 😁 Es freut mich, dass er dir auch gefällt. Leider wird es jetzt langsam etwas zu warm für ihn. Aber der nächste Herbst kommt sicher! :)
      Liebe Grüße
      Anma

      Gefällt mir

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