„Das ewige Aufrollen.. gelöst!“ 2.0

Wie das manchmal halt so ist. Man hat da einen unheimlich klugen Beitrag verfasst und denkt sich, ha, Patentlösung gefunden, und im Laufe des nächsten Projekts (oder auch späterer) merkt man 1. ganz viele andere haben ja auch darüber geschrieben (wie unerwartet..) und 2. da gibt es noch andere und vielleicht sogar je nach Situation viel bessere Varianten.
Foto 23.02.18, 19 45 07So gibt es mir also auch mit meinem Artikel hier, den ich nach jeder Menge Frust aufgrund der Rollränder bei glattrechts gestrickten Stücken erstellt habe. Inzwischen bin ich im Rahmen meines „Wind Down“-Pullis dort ein ganzes Stück weiter. Da es sich dabei um einen Sommerpullover handeln soll, möchte ich dort unten kein „dickes“ Glattpatent verstricken und auch ein Bündchen im Rippenmuster würde meines Erachtens nach überhaupt nicht zum Stil passen. In der Anleitung sind nur Krausrippen (1 Rd recht, 1 Rd links usw.) vorgesehen. Das gleiche habe ich bei dem Shirt hier bereits einmal durch. Optisch ist das eher kaschierend als dass es das Aufrollen verhindert und das nervt. Rollrand nervt! Immer! *seufz*

Deshalb habe ich nun ein vergrößertes Repertoire an Möglichkeiten, die ich einmal festhalten möchte:

Glattpatent

Foto 23.02.18, 19 45 39Dies ist die Variante, die ich in meinem ersten Beitrag bereits vorgestellt hatte. Hierbei wird (mit deutlich kleineren Nadel) in den ersten/letzten Reihen, je nach Strickrichtung, eine Art Patentmuster gestrickt, das optisch dem „glatt rechts“-Strickbild sehr nahe kommt, wenn man die richtige Nadelstärke ausgefuchst hat. Durch die Umschläge/ Zusammenstricken wird das Strickgut in diesem Bereich allerdings deutlich dicker und verhindert so bis zu einem gewissen Punkt das Aufrollen des Randes. Alles weitere findet ihr in dem alten Beitrag.

Geraffte Reihen

Diese Variante habe ich hier entdeckt. Und sie scheint mir insbesondere dann, wenn gar kein Bündchen erwünscht ist und es sich um ein eher leichtes Strickstück bzgl. Garnauswahl und Nadelstärke handelt, eine schöne Variante.
Hierbei werden in der letzten Reihe vor dem Abketten/Bündchen bzw. mit geringem Abstand nach dem Anschlagen/Bündchen auf der Rückseite (also dort, wo die linken Maschen erscheinen) zwei Reihen zusammenstrickt. Dies rafft das Strickgut an der Stelle und verhindert durch das Zurückhalten auf der Rückseite das Aufrollen nach vorne. Durch die Raffung entsteht auf der Vorderseite ein kleiner Wulst. Aber ich denke, der ist vertretbar oder kann sogar als gewollter Hingucker dienen.
Die Technik lässt sich sowohl in Reihen aus auch in Runden und unabhängig davon, ob von oben nach unten oder andersherum gestrickt wird, anwenden.

(Diese Technik werden ich auf jeden Fall am Rumpf meines „Wind Down“-Pullovers testen. An den Ärmeln werde wohl einfach eine Musterabfolge stricken.)

Edit 28.04.2018:
Diese Technik ist auch nachträglich super anwendbar. Ich habe dies inzwischen bei zwei bereits fertigen Projekten gemacht, weil der untere Rand weiterhin wehrsam war. Dafür habe ich knapp über dem Rand auf der Innenseite jeweils die Querfäden von zwei Maschenreihen zusammengehäkelt und dies einmal umlaufend. Fäden vernähen, fertog. Dabei habe ich nicht zwei übereinander liegende Maschenreihen gewählt sondern eine Reihe dazwischen ausgelassen. Dadurch wölbt sich die nicht erfasste, mittlere Reihe leicht nach außen und es erscheint die gleiche kleine Wulst wie bei dem Stricken der gerafften Reihe im laufenden Projekt. Und das Ergebnis ist 1A!

Verdrehen des Randes

Hierzu habe ich leider auch nur diesen einen kryptischen Link. (Gefunden auf meinefabelhaftewelt.de.) Hierbei schafft man durch Verdrehen des Anschlagrandes und so wie es aussieht auch der ersten zwei (?) gestrickten Reihen ein dekorativen Rand, der dann hoffentlich auch das Aufrollen stoppt.
Ich habe es selbst noch nicht getestet und bin (von Natur aus) erst mal skeptisch. Ich bin mir nicht sicher, ob das Zusammendrehen der unteren drei Reihen den Rollreflex der Reihen darüber ausreichend stoppt. Ich kann mir vorstellen, dass dies vielleicht nur bei kürzeren Kanten aber nicht unbedingt über den ganzen Umfang eines Pulloverbündchens das Aufrollen verhindert. Aber: Alles Vermutungen bisher.

 

Habt ihr noch andere bevorzugte Lösungen, sofern kein Rippenbündchen o.ä. getsrickt werden soll?

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