Mosaik-Socken: petrol/erdig/flieder in Wattewolken

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[Werbung: unbeauftragt, Nennung von Marken/Produkten/Eigennamen]

#Socktober von #DieDreiVomBlog gesehen, hektisch im Wollberg gewühlt (wirklich! Fragt den Strickmann!), drölf Knäule in die engere Auswahl gezogen und stundenlang Knäule aneinander gehalten, bis man(n) mir die Entscheidung abgenommen hat. Und er hat gut gewählt. Eine Woche, naja, 8 Tage später waren meine Mosaik-Socken „petrol/erdig/flieder in Wattewolken“ fertig.

An der ersten Socke habe ich eine Woche lang rumgewerkelt und die zweite Socke habe ich dann an einem Tag hinterhergeschoben. Das flutschte so richtig und verschaffte das wunderbare Gefühl von Effektivität am Wochenende :)

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Wie bereits bei meinem ersten paar Socken zeigte sich aber auch hier wieder das „Später ist enger immer besser“-Phänomen. Soll heißen, meine zweite Socke ist merklich kleiner, das Strickbild deutlich dichter (und schöner, wie ich finde) und z.B. die Lochbildung an der Ferse entfällt fast komplett. Beim nächsten Mal muss ich mir das unbedingt bereits für die erste Socke auf den Daumenrücken schreiben oder so *seufz*

Aber aufmachen wollte ich Sie auch nicht. Ich mag sie, wer weiß wofür es gut ist. Ich könnte die große hier von und die große vom ersten Paar gemeinsam dem Strickmann anbieten…? Hihi :) Naja, so groß ist der Unterscheid innerhalb der Paare dann zum Glück doch nicht!

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Gestrickt wurde nach der Anleitung „Regenbogenbunt“ aus dem Buch Mosaik-Muster stricken – Tücher, Schals, Stulpen & Co von Tanja Steinbach. Dieses und noch andere schöne Bücher (siehe hier) habe ich im Sommer zum Geburtstag bekommen und nun habe ich mein erstes Mosaik-Muster im Rahmen dieser Socken zusammengeschustert. Insgesamt übrigens erst mein zweites richtiges Sockenpaar.

Die Anleitung im Buch enthält das Strickmuster nur als Chart („tabellarische“ der Maschenabfolgen und Muster), was ich mir aber zumindest bei diesem Muster vollkommend ausgereicht hat. In Textform waren dann die ganzen Arbeitsschritte um das Muster herum enthalten.

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Nachdem ich mit dem italienischen Anschlag in der kleinen Runde irgendwie gescheitert war und keine Muße hatte zu einem zweiten Versuch, habe ich den doppelten Kreuanschlag verwendet. Dieser bildet eine schöne und stabile Kante, insbesondere bei Bündchenmustern, und ist trotzdem ausreichend elastisch.

Die ersten Runden im Mosaikmuster waren ungewohnt. Man strickt dabei immer zwei Runden in der gleichen Farben und wechselt dann den Faden für die nächsten zwei Runden. Dabei zieht man als Hebemaschen Maschen aus der vorigen Runde in die Runden der zweiten Farbe hinein. Eigentlich echt simpel und ausführungstechnisch auch kein Problem.

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Aus dem o.g. Phänomen sind übrigens dann leider auch die Verschiebungen im Farbverlauf zwischen den Socken enstanden. Durch das deutlich engere Stricken bei der zweiten Socke habe ich dort fast zwei Farbwechsel weniger verstrickt. Aber: Ich war gewillt, habe abgewickelt vor Beginn der zweiten Socke, ganz vorbildlich… :/

Mosaik-Socke_fertig.05Neu für mich: Die Bumerangferse

Das Stricken der Ferse über verkürzte Reihen mit Wende-/Doppelmaschen ging leicht von der Hand. Selbst die Lochbildung hält sich sehr gut in Grenzen. Optisch ist die Bumerangferse akzeptabel. Aber die Passform… ne, das nächste Mal auf jeden Fall wieder Käppchenferse! Die sitzt bei meinem Sockendebüt wie angegossen.
Allerdings habe ich vor kurzem bei Steffi von Screamingcolours gerade eine andere Form der Ferse entdeckt, die ich unbedingt mal testen möchte, nämlich die High Instep Shirt Row Heel. Diese soll man sehr individuell an den eigenen Fuß anpassen können.

 

Ebenfalls neu: Sockenstricken auf einer Rundstricknadel

Das Bündchen der ersten Socke habe ich noch normal auf dem Nadelspiel gestrickt. Danach habe ich mir mal die Zeit genommen, das Stricken auf einer langen Rundstricknadel auszuprobieren. Nach ersten Fingerverränkungen ging das gut. Ich kann gut mit Nadelspielen, aber bei kleinen Runden und mehreren Fäden bin ich endlos genervt vom ständigen Wechseln der Nadeln. Jedes Mal muss man alles wieder hinsortieren, richten, ordnetlich machen (ich hab da vielleicht auch nen kleinen Ordnungstick..). Beim Stricken auf der Rundstrocknadel entfallen zwei von vier Wechsel. Effizienz, meine Lieben!
Dabei hat man je die Hälfte der Maschen gemeinsam. Die einem zugewandte Hälfte auf der einen Spitze der Nadel, die andere (hintere) Hälfte relativ mittig auf dem Seil . und links und rechts davon kann sich das Seil der Nadel „ringeln“.Die andere Nadel in der rechten Hand, bleibt so die Beweglichkeit zum Abstricken erhalten und gleichzeitig werden die Maschen  nicht zu weit auseinander gezerrt.
Hier zeigt eliZZZa von nadelspiel wieder einmal ruhig, sachlich und ordentlich wie das funktioniert. Ich habe jetzt länger nicht mehr darauf zurückgreifen müssen, habe aber ihre Videos insbesondere in der Anfangszeit sehr zu schätzen gelernt.

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Ich habe Anfang der Woche meine ersten crasyTrios von addi aus dem Briefkasten geholt. Die werden beim nächsten Sockenpaar getestet. Ich war inzwischen nämlich doch neugierig geworden und konnte deshalb vor kurzem nicht mehr widerstehen und habe eben diese Nadeln bestellt in Nadelstärke 3,0.

(Im gleichen Paket war das Buch Shawls von Melanie Berg. Ich bin schockverliebt, wirklich! Aber dazu ein anderes Mal.)

Fazit: #Socktober noch nicht begonnen, Socken fertig, ausreichend Sockenwolle im Wollberg und Ideen im Kopf, neue Nadeln in den Startlöchern. Mal schauen, was die nächsten Woche so bringen!

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  • Gründl Sockenwolle, Fb. , 75% Sockenwolle, 25% Polyamid, LL 210m/50g
    Verbrauch: 25g
  • Regia Sockenwolle 4-fach, natur, 75% Sockenwolle, 25% Polyamid, LL 210m/50g
    Verbauch: 45g
  • NS 3,0
  • doppelter Kreuzanschlag
  • 2×2 Bündchen, 10 Reihen
  • Bumerangferse mit zwei Zwischenreihen
  • Bändchenspitze
    (1x mit 3 Zwischenreihen, 2x mit 2 ZR, 3x mit 1 ZR)

(Vorgeschichte hier)

Verlinkt bei maschenfein (sofern ich InLinkz überlisten kann), Caros Fummeley, Stricklust und Lieblingsstücke.

3 Kommentare zu „Mosaik-Socken: petrol/erdig/flieder in Wattewolken

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  1. Ui was für schicke Socken! Aber am Fußrücken zieht sich das Hebemaschen-Muster schon etwas arg zusammen oder? Ich frag mich gerade selbst, ob mich das stören würde oder nicht. Schön sind sie nämlich schon! Auf jeden Fall bedanke ich mich gleich zweimal für beide Verlinkungen. ;-)

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    1. Danke :) Hm. Naja. Durch den „Knick“ am Übergang von Schaft zum Spann ist da beim Tragen einfach weniger Spannung in Längsrichtung als im restlichen Gestrick vorhanden und vermutlich habe ich dort auch ein Stück weit noch fester gestrickt, um die Ferse „Loch-frei“ einzufügen. Aber mir ist es bis eben ehrlich gesagt gar nicht aufgefallen :D und zumindest die eigene Fadenspannung könnte man in dem Bereich bewusst lockern. Danke für den Hinweis 🙂

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