Braidalot – Sockmadness 2020

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Das geht hier alles Knall auf Fall. Ende März hatte ich die erste Runde der Sockmadness auf Ravelry mit den Diamond Duality-Socken abgeschlossen, und Anfang April ging es dann in die zweiter Runde: Hier wollten lettische Zöpfe, ein kleines Colourwork-Muster und jede Menge Zöpfe bewältigt werden. Die „Braidalot“-Socken von Dots Dabbles.

Nach dem umfangreichen Colourwork-Muster der vorigen Runde lieferte dieses Design eine schöne Mischung, damit keinem langweilig wird. Es war nicht zu eintönig und gleichzeitig gab es neue Elemente zu meistern.

Ich fange jetzt mal mit dem Garn an. Ich hatte Anfang des Jahres über Instagram 2x40g Sockenwolle gewonnen. Und zwar das Garn „Move Fancy“ von Trendgarne. Das bringt an sich schon einen Farbverlauf mit und als Highlight läuft ein Glitzerfaden mit. Ich hatte mich für die Farbtöne Rost/Braun/Schwarz mit Goldglitzer entschieden.
Das erste Knäul war gruselig. der Faden entzwirnte sich beim Abstricken und man schob immer irgendwie einzelne Fäden des Garns vor sich her beim Stricken, außer man strickte mit sehr wenig Fadenspannung, sodass man die „Knubbelchen“ ein wenig langziehen und mit einstricken könnte. Dies war beim zweiten Knäul zum Glück nicht, das Strickerlebnis war deutlich besser.

Der Farbverlauf ist schön. Planmäßig hat man für den Bereich der Ferse wieder die gleiche Farbe, wie am Bündchen (hier schwarz). Das funktioniert nur so richtig gut bei Bumerangfersen. Bei dieser Fersenkonstruktion, wie auch immer man sie nennt, gab es leider nur einen schwarzen Ringel. Aber bei einer Socke fällt der zumindest genau auf die Kante zwischen dem Käppchen und dem Seitenfuß. Immerhin. :D

Leider ging der Farbverlauf nicht ganz auf. Der schwarze Bereich zu Beginn ist bei einer Socke einige Runden kürzer, dadurch liegt der schwarze „Fersenkringel“ auch ein paar Reihen höher und an der Spitze wiederum sieht man etwas mehr von dem wieder dunkler werdenden Farbverlauf. Das fällt mir zwar auf, aber stören tut es mich nicht großartig.

Praktisch finde ich die 40g Knäule. Ich brauche normalerweise knapp um die 70g für ein Paar Socken. Da bleibt nur ein relativ kleiner Rest. Zur Abwechslung mal ganz angenehm, da man weniger Reste verwerten muss.

Nach dem Bündchenmuster wird ein Colourworkmuster, eingefasst durch lettische Zöpfe, gestrickt.
Das Einstrickmuster ist relativ simpel und geradezu entspannend. Die lettische Zöpfe hingegen waren auch für mich neu. Gesehen habe ich die schön häufiger, aber noch nicht selbst gestrickt.
Erzeugt wird die Flechtoptik nur durch linke Maschen und das Mitführen der Arbeitsfäden vor dem Strickstück. Es entsteht ein ziemliches Getüdel mit den Fäden, das sich aber nach Abschluss der Zöpfe von selbst wieder aufgelöst hat, wenn man denn solange Geduld hatte und nicht wild die Knäule hin und her gerollt hat :D

Die Zopfmuster an sich sind relativ überschaubar. Man muss sich nur konzentrieren, um die Charts der einzelnen Muster immer richtig zusammen zu sortieren. Dazu kommt, dass die zweite Socke noch mehr Aufmerksamkeit fordert, da hier nicht das reine Reproduzieren gefragt ist, sondern alles (lettische Zöpfe, Einstrickmuster und Zopfmuster!) gegengleich gestrickt werden. Das gibt dann schon manchmal einen kleinen Knoten in den Gehirnwindungen!

Die Fersenkonstruktion finde ich hier sehr spannend. Es ist eine Art Zunahmeferse, aber ohne richtige Fersenwand. Der Zwickel wird in Form von Zunahmen an den Außenseiten des Knöchels, also quasi als Fortsetzung des Schafts gestrickt. So nimmt man so lange Maschen zu, bis man den Umfang über Spann und Hacke erreicht hat und dann wird ein sehr langgezogenes und dreieckiges Käppchen eingestrickt, dass dann die Sohle der Socke am Hacken bildet.
Diese Fersenform ist also ideal für musternde Garne oder Ringelsocken, da der Farbverlauf nicht durch eine Fersenwand unterbrochen wird.

Ein wenig Recherche zeigte mir das es bei eliZZZa just seit Februar diesen Jahres ausführliche Video-Tutorials für diese Ferse, sowohl für Toe-Up (hier) als auch für Cuff-Down-Socken (hier und hier) gibt.

Die Anleitung zu diesen Socken wird nach Ende der Sockmadness, also wohl Mitte Juni, über Ravelry verfügbar sein. Die Seite zum Design gibt es auf der Plattform aber schon. „Vormerken“ ist also möglich! :)

Die Socken sitzen gut. Am engsten sind tatsächlich die lettischen Zöpfe der ersten Socke. Das Zopfmuster und selbst das Einstrickmuster dehnt sich beim Anziehen besser. Bei der zweiten Socke habe ich versucht, ein wenig mit der Fadenspannung gegenzuarbeiten. Das gleicht es nicht komplett aus, aber hat ein wenig geholfen.
Die mir neueFersenkonstruktion sitzt mega gut. Die muss ich mir auf jeden Fall merken!

Beim Stricken sind die Socken sehr unförmig, da der obere Schaft relativ steif ist, während sich die Zopfmuster stark zusammenziehen. Das Erscheinungsbild ist ähnlich wie bei diesen Mojo-Socken, die eine Zeit lang alle gestrickt haben. Irgendwie lustig.

Tatsächlich kam bei mir der Aha-Effekt auch erst, als beide fertig waren und ich sie angezogen habe. Sie sind wirklich schön geworden und mir gefällt der Effekt des Glitzerfadens sehr. Ich hätte jetzt gerne noch ein paar Wochen Wollsockenwetter! :D

  • Anleitung: „Braidalot“ von Dots Dabbles
  • 66g „Move Fancy“ Sockenwolle von Trendgarne, Farbe 103 – Rost/Braun/Schwarz (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 170m/40g
  • 5g Discounter-Sockenwolle Vendita, Farbe schwarz (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 210m/50g
  • 5g Schachenmayr Regia 4-fädig, Farbe weiß (75% Schurwolle, 25% Polyamid), LL 210m/50g
  • Altnorwegischer Maschenanschlag, 72 Maschen
  • Variante der Käppchenferse mit Zwickel am Schaft
  • Bandspitze, die letzte 20M (10M Sohle, 10M Oberfuß) im Maschenstich vernäht
  • NS 2,5
  • Kosten: keine (kleinste Reste + Gewinn)
  • fertig gestellt: April 2020

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Stricklust, Creativ Lovers, Handmade on Tuesday, Creadienstag, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

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