YunaSocks von Sockshype mit FlipFlop-Spitze – Teststrick

Ich habe 2024 für Barbara von Sockyhape ihre Anleitung für Socken mit einer FlipFlop-Spitze teststricken dürfen: die YunaSocks.

Also ganz ehrlich, Socken in FlipFlops? Nein. Jeder wie er mag, aber für mich: nein! Zu sehr drängt sich mir die Assoziation mit Socken in Badelatschen auf. Am liebsten bis zum Knie hochgezogen…
Aber für Barbara von Sockshype habe ich meine Skepsis über Bord geworfen und mich zum Teststrick der YunaSocks angemeldet. Wir konnten wählen zwischen der geteilten Spitze und einer „normalen“. Da viele der anderen Testerinnen sich bereits für die normale Spitze entschieden hatten, habe ich schlussendlich dann die FlipFlop-Spitze gestrickt.

Aber die YunaSocks bestehen ja aus mehr als der Spitze. Die Socken werden vom Bündchen nach unten gestrickt. Nach dem Maschenanschlag kommt erstmal ein kleiner Rollrand (angezogen rollt sich da bei mir gar nichts -> kräftige Waden :D). Danach strickt man ein einfaches Rippenbündchen. Die Anleitung sieht ein 2re-2li-Bündchen vor, aber das ist am Ende egal und du kannst das Bündchenmuster nach deinen Vorlieben anpassen.

Am Schaft und auf dem Oberfuß strickt man ein Muster, das wie kleine Rauten oder Sternchen erscheint (je nach Fantasie, wie beim Bleigießen..). Das entsteht durch verkreuzte Maschen. Da es immer nur einzelne Maschen sind, kann man das sogar gut ohne Zopfnadel machen. Barbara beschreibt das detailliert in der Anleitung.
Ich finde das Muster harmoniert schön mit einem handgefärbten Garn, sofern die Kontraste in der Färbung nicht zu groß sind oder Ringel erzeugen. Mit meiner Garnwahl, Merino-Sockenwolle von der Wollnerin, gefällt es mir zumindest sehr gut.

Die Ferse ist eine Zunahmeferse. Auch diese beschreibt Barbara schon detailliert und bebildert in der Anleitung. Bei mir haben sich entlang der Zunahmen hinten an der Ferse kleine Löchlein gebildet. Dekorativ sind sie, aber wohl nicht optimal für die Dauerhaftigkeit der Ferse. Aber bisher ist alles gut. Da ich meine Socken aber auch am liebsten mit Minderweite stricken, ist da natürlich Spannung drauf. Und andere Teststrickerinnen hatten die Löchlein auch nicht. Wir speichern das einfach mal unter der Induvidualität meiner Socken. :)

Grundsätzlich finde ich die Zunahmeferse eine tolle Sache. Sie hat inzwischen die Herzchenferse als meine Lieblingskonstruktion abgelöst. Da man bei der Zunahmeferse keine Maschen aufnehmen muss, geht es einfach flüssiger von der Hand. Und genug Weite für meinen hohen Spann hat sie auch.

So, und nun doch noch mal zu der Spitze. Ich gebe zu, am Anfang war der Plan, nach dem Teststrick die Spitze wieder zu ribbeln und eine Schleudersternspitze dranzustricken. Habe ich das bisher (2 Jahre) getan? Nein. :D Ich würde vermuten, das bleibt jetzt so:

Die Flipflop-Spitze ist zweigeteilt. Ein Segment für den großen Zeh und eins für die vier anderen. Das Segment für die vier anderen Zehen wird so gestrickt, dass es am „Zeigezeh“ länger ist als am kleinen Zeh. So passt es besser. Für das Segment des großen Zehs musste ich etwas von der Anleitung abweichen. Anscheinend ist mein großer Zeh länger als die Norm. Ich habe hier drei Runden mehr glatt rechts gestrickt, bevor ich mit den Abnahmen begonnen habe.

Das Tragen der Socken war für mich erst einmal gewöhnungsbedürftig. Meine Zehen fühlten sich etwas eingezwängt. Aber das ist eine reine Gewöhnungssache und inzwischen trage ich die Socken wie alle meine anderen auch, aber nur in normalen Schuhen. :)

Die kostenfreie Anleitung ist für Größe 38/39 geschrieben, enthält aber auch bereits Angaben für zwei Weiten, 60 und 64 Maschen. Die Länge lässt sich natürlich durch das Stricken von mehr oder weniger Mustersätzen anpassen. Wenn eine andere Weite benötigt wird, kann man über die Wahl der Nadelstärke noch etwas variieren. Ansonsten bietet Barbara aber auch eine Kaufanleitung an. Diese enthält die Größen von 34/35 bis 42/43. Barbaras Anleitungen sind immer äußerst ausführlich und gut bebildert, sodass sich der Kauf auf jeden Fall lohnt. Es sind meist so um die 15 Seiten und beinhaltet auch Exkurse zu einzelnen Techniken.

  • Anleitung: YunaSocks von Sockshype
  • 64g Premium Sockenwolle von Die Wollnerin (75% Merino, 25% Polyamid), LL 400m/100g
  • vom Bündchen zur Spitze gestrickt
  • altnorwegischer Maschenanschlag
  • Rippenbündchen mit Rollrand
  • Zunahmeferse
  • Ergonomische Spitze für Zehentreter
  • NS 2,75mm
  • Größe 38/39
  • Kosten: ca. 18,50€ inkl. Rest, Anleitung gratis im Zuge des Teststricks
  • fertig gestellt: Juli 2024

Verlinkt bei Lieblingsstücke, Creativsalat, Handmade on Tuesday, DvD.
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