„A Twist to It“ von Mairlynd

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Schön ist er geworden, mein „A Twist to It“ nach einer Anleitung von Melanie Berg aka Mairlynd. Gestrickt aus der Regia Premium Silk und Rowan Fine Lace (80% Baby Alpaka) ist der Schal nach dem Entspannungsbad schön leicht und seidig weich und trotzdem warm (zu warm für jetzt!).

Aber ich gebe zu, es hat eine Weile gedauert. Die Maschenprobe habe ich Ostersonntag bei schönstem Sonnenschein (inkl. erstem Sonnenbrand des Jahres) gestrickt. Und fertig geworden ist er nun Mitte Juli. Irgendwie haben sich viele andere Sachen dazwischen gedrängelt.

Dabei ist das Muster, wenn man den Aufbau erst einmal verstanden hat, sehr eingängig und ohne ständige Blicke in die Anleitung strickbar. Und es ist wirklich schön.
Man startet mit (von den Rändern abgesehen) dem Mustersatz über die ganze Tuchbreite (schmale Kante) und das Muster nimmt dann keilförmig ab und weicht glatt rechts gestrickter Fläche. Man fiebert also quasi dem Ende entgegen.

Die Projektplanung für das Tuch begann bereits Mitte März. Das Tuch stand auf meiner Möchte-Ich-Stricken-Liste, seit ich im letztes Jahr das Buch „Shawls“ von Melanie Berg in die Finger bekommen habe. Aber überhaupt das „richtige“ Garn zu finden, war ein Akt. Pffff… Ich wollte zumindest für eins der beiden Garne, die zweifädig gemeinsam verstrickt werden, etwas aus meinem Wollberg verwenden. Also habe ich eine Liste gemacht. Dutzende Onlineshops nach passenden Alternativen bzgl. Zusammensetzung, Lauflänge, Maschenprobe und und und durchforstet. (Dabei habe ich übrigens viele andere tolle Garne entdeckt, die ich gerne ausprobieren möchte. Die besagt Liste wird deshalb auf jeden Fall gut aufgehoben!) Entschieden habe ich mich schlussendlich für die Regia Premium Silk von Schachenmayr im Farbton Feige und dazu aus meinem Bestand die Fine Lace von Rowan. Von letzterer hatte ich zwei Knäule in, ich würde sagen, dunkel-altrosa. Das würde ganz wunderbar zu der Regia Silk passen, hatte ich beschlossen und die wollte ich sowieso länger schon mal ausprobieren.

So war das Tuch nach Ostern schnell angeschlagen, aber dann ruhte es auch ebenso schnell und irgendwie rutschten immer noch andere Sachen in den Vordergrund und auf die Nadeln. Warum es nun zwischendurch so den Reiz verlor, weiß ich nicht. Vielleicht, weil aufgrund des Musteraufbaus am Anfang ganz klar erkennbar ist, wieviel da noch fehlt :D Wieder „eingestrickt“ habe ich mich dann in unserem Urlaub Anfang Juni, dann folgte kurz das Sommerbrise-Tuch und dann der Endspurt, sodass ich es vor ein paar Tagen abketten konnte.

Gebadet und gespannt habe ich es noch vor dem Abketten, da ich nicht sicher war, ob es mir lang genug ist. Sonst hätte ich einfach noch einige glattrechte Reihen ergänzt.

Beim Spannen zeigte sich das gleiche Phänomen wie bereits bei der Maschenprobe. Das Gestrick entspannt sich enorm und wird ganz leicht und seidig und das Lochmuster wurde super schön, die Maschen haben sich geöffnet haben und die Spannung im Strickstück verschwand, ohne dass die Struktur des Musters verloren ging. Jetzt ist es 50cm breit und 170cm lang.

So kann ich das Tuch nun ganz normal umwicklen, als Stola über den Schultern tragen oder sogar doppelt um den Hals legen und die Enden vorne durch die Schalschlaufe ziehen ohne mich dabei zu strangulieren. Die Länge ist also perfekt.

Gerechnet hatte ich mit drei Knäulen pro Garn, habe allerdings nur ca. 1/3 der jeweils dritten Knäule verbraucht. (Jetzt kann ich also zum Schal passende Socken stricken!) Und die Farben harmonieren wirklich schön. Man erkennt zwar klar die einzelnen Farben, aber es ist harmonisch und wirkt nicht unangenehm fleckig.

Achja, laut Anleitung hat das Ding an einer lange und einer Kurzen Seite Knöpfe und and den andere zwei Seiten entsprechende Knopflöcher. Die habe ich weggelassen. Ich möchte nicht mit drölfzig kleinen Knöpfen ständig im Lochmuster hängen bleiben. Sieht im Buch toll aus, fand ich wenig praktikabel.

Das mit der Wollbergreduzierung hat nun allerdings nicht geklappt. Die drei Knäule Regia waren eh neu erworben, davon wandert nun mehr als 50g in den Wollberg. Vom Lacegarn hatte ich nur zwei, es musste also ein drittes her. Wie ich hier bereits schilderte, ließ ich mich zu einem Fehlkauf verleiten. Dieser musste dann auch im Wollberg geparkt werden und das dann korrekt erworbene Knäul Lacegarn ist nicht mal zur Hälfte verbaucht. *seufz* Fazit: 100g abgebaut, 68+50+33 = 151g wieder eingelagert. So wird das nichts!

Fazit: Die Zeit und das Warten haben sich gelohnt. Ich freue mich sehr über mein neues Tuch und wie sich bereits beim Tau zeigte, kann man die Muster von Mairlynd wunderbar und problemlos stricken. Wobei ich sagen muss, dass die Darstellung im Buch recht eingedampft ist. Ich vermute, wenn man die Anleitung über ravelry oder so erwirbt, bekommt man eine schön ausgearbeitete, ausführliche Anleitung. Aber das ist nun wirklich nur Mäkeln am Rande. :)

  • 232g Schachenmayr Regia Premium Silk, Farbe 45 – Feige (55% Schurwolle, 25% Nylon, 20% Seide), LL 400m/100g
  • 117g Rowan Fine Lace, Farbe 925 – Qaint (80% Baby Alpaka, 20% Merino), LL 400m/50g
  • NS 4,5mm
  • Altnorwegischer Maschenanschlag
  • Lace-Abketten
  • Fadenenden verbunden per Braided Join
  • Fertig gestellt: Juli 2019

Verlinkt bei MaschenfeinCaro’s Fummeleyliebste MaschenStricklustLieblingsstückeCreative Lovers, creadienstag und Handmade on Tuesday.

4 Kommentare zu „„A Twist to It“ von Mairlynd

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    1. Vielen Dank! Die Farben sind eigentlich gar nicht meine Favoriten, aber es hat sich einfach ergeben und passt zu erstaunlich viel in meinem Kleiderschrank. Man mags kaum glauben 😄
      Ich denke auch, der Herbst kommt früh genug 😌

      Gefällt 1 Person

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