Glücksbringer-Socken: Variante der #DieDreiVomBlogSocks

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Konfetti ist wirklich etwas, wodrauf hier bei uns die Todesstrafe steht. Aber so „konfetti-artige“ Handfärbungen liebe ich. So sind im Oktober diese schönen ToeUp-Socken mit Kaffebohnenmuster entstanden.

Auf die Idee hat mich die Anleitung #DieDreiVomBlogSocks von Frau Feierabendfrickeleien gebracht. Die gibt es z.B. hier auf ravelry. Sie ist konstenlos erhältlich.
Sie ist aber auch in einem Heftchen von addi zu den Sockenwunder-Nadeln (winzige Rundstricknadeln) erschienen. Und dieses Heft steht bei mir im Regal, weil ich es beim Hamburger Wollfest 2018 von den Frickelcast-Damen bekommen habe. Ja, so müsste das gewesen sein.

Die Anleitung ist mehr ein Rezept. Ferse und Spitze können nach eigenen Vorlieben gewählt werden und die Anleitung beschränkt sich größtenteils auf die Beschreibung des falschen Zopfmusters sowie dessen Anordnung auf der Socke.

Letztere gefiel mir aber nicht so gut, da man auf der Beininnenseite dann eine lange Kante bekommt, an der das Muster einfach abbricht. Ich wollte es mehr so um den Knöchel schlingen.
Deshalb habe ich mir eine Aufteilung überlegt, sodass es wie eine um den Knöchel gelegte, spitz zulaufende Schärpe aussieht.

Außerdem habe ich die ganze Socke als ToeUp-Version, also an der Spitze beginnend, gestrickt, da ich mein Garn bestmöglich aufbrauchen wollte. Dadurch stehen die Kaffebohnen nun eigentlich auf dem Kopf, aber da man das Originalmuster nicht zum Vergleich daneben hat, fällt das überhaupt nicht auf.

Für die Ferse und die Spitze habe ich mich an der Anleitung meiner HollySocks orientiert, denn insbesondere die Ferse sitzt dort sehr gut.
Die Spitze habe ich bzgl. der Form etwas abgeändert, indem ich mit weniger Maschen gestartet bin, wodurch der Socken spitzer zuläuft. Da bin ich mir aber noch nicht ganz sicher, ob das gut ist. Das wird sich beim Tragen zeigen. Passen tun sie auf jeden Fall.

Am Ende des Schafts habe ich ein 1×1-Rippenbündchen gestrickt. Wie immer mit rechts verschränkten Maschen. Abgekettet habe ich es mit Jeny’s surprisingly stretchy Bind-Off. Wer den noch nicht kennt, hier gibts ein YouTube-Tutorial auf deutsch. Der wird meiner Ansicht nach wirklich sehr elastisch und ausreichend, damit die Socke nicht schnürt. Und ich habe keine Elfen-Waden! :D

Verstrickt habe ich die „Glücksbringer“-Färbung von ScreamingColours auf der Merino Hightwist. Den Strang hatte ich im Sommer 2019 für das Gänseblümchenmuster an meinem Picking Daisies von Mairlynd bestellt und davon waren noch 76g über.

Ich habe mich sehr darauf gefreut, das Garn zu verstricken, da der „Konfetti-Effekt“ durch die sehr kurzen gefärbten Abschnitte auf glatt rechtem Gestrick einfach am besten herauskommt. Dies hat sich bei der ersten Socke auch bewahrheitet. Es gefällt mir sehr und auch in dem Kaffeebohnenmuster harmonieren Färbung und Struktur ganz wunderbar.

Zu beginn der zweiten Socke nahm plötzlich der bunte Anteil des Garns deutlich zu. Es bildeten sich zunehmend nicht nur einzelne Maschengrüppchen, die auf eine Reihe begrenzt, mehrere Maschen lang und aber von heller Fläche umgeben waren, sondern richtige Farbflächen. Immer häufiger grenzten die unterschiedlich farbigen Segmente verstrickt direkt aneinander ohne dass sie von einer weißen Reihe getrennt waren. Ich kann nur vermuten, dass es sich dabei um den Teil des Strangs handelt, der beim Färben außen war und somit mehr Farbe abbekommen hat.

Sicherlich ist das kein Weltuntergang, aber gerne hätte ich eine zweite weniger bunte Socke gehabt. Naja, so habe ich halt nun immer eine Lieblingssocke. :)

Das Kaffeebohnenmuster zieht aufgrund der überzogenen Maschen das Gestrick ein ganzes Stück zusammen. Deshalb habe ich den Bereich, wo es über die ganze Runde gestrickt wird, am Knöchel angeordnet, sodass die Socke da eng anliegt und nicht rutscht und ausleiert. Das hat ganz gut geklappt. Am oberen Ende des Spanns sind sie nun tatsächlich ein wenig zu sehr auf Spannung, aber dort leiert es bestimmt aus. Selektives Ausleiern, wer kennt es nicht. *hust*

Das war nun für mich das erste Paar Socken mit Merino-Sockenwolle. Ich mag meine bisherigen Socken wirklich gerne und habe überhaupt kein Problem mit „kratzig“ o.ä.. Aber ich muss zugeben, dass man den Unterschied schon deutlich merkt. Das wird mich nicht davon abhalten, auch weiterhin andere/“normale“ Sockengarne aus Schurwolle zu verstricken, aber ich sehe es als eine Erfahrung mehr, die den bestmöglichen Einsatz der Materialien fördert.

  • Anleitung: „#DieDreiVomBlogSocks“ von Steffanie Feierabend (Ravelry-Link)
  • 73g Colour HighTwist von ScreamingColours, Farbe „Glücksbringer“ (80% Merino, 20% Polyamid), LL 400m/100g
  • ToeUp: Bandspitze und Herzchenferse, wie bei den HollySocks
  • 1×1 Rippenmuster mit rechts verschränkten Maschen
  • 64 Maschen pro Runde
  • NS 2,5mm (Fuß) und 2,75mm (Schaft)
  • Jeny’s surprisingly stretchy Bind-Off
  • Größe 38/39
  • Kosten: 12€ (verbrauchtes Material)
  • fertig gestellt: Oktober 2020

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Creativ Lovers, Handmade on Tuesday, Creadienstag, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

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