Mein Wolldecken-Debüt: Lochmusterdecke „Orden des Phoenix“

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Pullover, Cardigans, Tops, Socken, Mützen, Tücher, Schals, das war gestern! Heute gibt es hier eine Decke. DIE Decke, sagt der Strickmann!

Und ich finde er hat schon ein wenig recht. Sie ist schon wirklich schön geworden und ich bin dezent stolz auf das fertige Stück. Schließlich steckt da auch eine ganze Menge Arbeit, Zeit und Wolle und natürlich auch Liebe drin!

Gestrickt habe ich die Lochmusterdecke „Orden des Phoenix“ aus dem Buch „Harry Potter – magisch stricken“. Diese Entscheidung war aber nur das Ende eines langen Findungsprozesses. Schon seit Ende des letzten Jahres wollte ich gerne eine Decke stricken. Aber nicht so eine knall bunte Restedecke, die auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung haben, aber in meinem Kopf wie ein kreischender Fleck in unserem Wohnzimmer rumliegen würden. Also war klar, das mein Deckenprojekt irgendwie kontrollierter, geplanter und im Zweifel eben auch mit „neuer“ Wolle ablaufen würde.

Hach, und was soll ich sagen, es gibt so viele tolle Deckendesigns. Da kann man sich echt drin verlieren. Rabbithole Nr. 97000 lässt grüßen. Schlussendlich bin ich dann eher zufällig zu dieser Decke gekommen. Ich wollte im Mai nämlich nun unbedingt etwas aus besagtem Buch anschlagen und der Pulli, den ich gerne wollte, überschnitt sich irgendwie so gar nicht mit meinem Wollberg. (Traurig aber wahr! :D ) Deshalb habe ich doch noch mal weiter durch das Buch geblättert und bin bei der Decke gelandet. Bei ravelry sah ich dann, dass manche diese Decke bereits aus Dropsgarnen gestrickt hatten und entdeckte bei der Drops Lima (65% Wolle, 35% Alpaka, 200m/50g) dieses geniale Rostrot.
Und während ich so am Rechner saß und recherchierte und schlussendlich die Wolle anschmachtete, stand plötzlich der Strickmann hinter mir und sagte, ich sollte die Wolle kaufen, er würde sie mir schenken, die Decke würde super werden. Ich hatte also gar keine Wahl! :)

Angeschlagen habe ich Mitte Mai zum Start meines freien Sommers. Die ersten Runden war kurz und ich strickte mich schnell von Muster zu Muster. Immer wieder zwischendurch legte ich sie zur Seite und widmete mich anderen Projekten. Sie wuchs langsam aber sicher und die Runden wurden länger. Spannend war dann noch mal der Schriftzug, der ungefähr in halber Höhe gestrickt wird. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Aber nach dem Schriftzug kam noch mal eine Zunahmerunde, in der JEDE Masche verdoppelt wird. Jede! Ab da wurde es zäh. Aber ich habe mich durchgebissen. Stück für Stück, Runde für Runde, Masche für Masche. Ich hatte schließlich das Ergebnis vor Augen. Und was soll ich sagen. Ende August, ein Paar Tage bevor für mich der neue Job begann, war sie fertig. Meine Erinnerungsdecke „Sommer 2021“.

Die DROPS Lima ließ sich sehr gut verstricken. Durch die Alpakafasern fuselt sie ein wenig, aber das ist jetzt bei der Nutzung überwiegend nicht mehr zu merken. Auf ganz dunklen Klamotten fällt es mir manchmal noch ein wenig auf.
Die Decke an sich ist relativ dünn. Wenn man also schon kalte Füße hat, ist das nicht die richtige Decke. Aber wenn man sie sich rechtzeitig überwirft, ist sie super.

Verstrickt habe ich etwas über 14 Knäul Garn. Die Decke wiegt also ca. 720g bei einem Durchmesser von 170cm. Also zumindest hatte sie den nach dem Spannen. Ich habe das Gefühl, sie hat sich inzwischen wieder etwas zusammengezogen. Das sieht man auch an den Falten, die sie warf, als ich sie nun vor einigen Tagen für die Fotos ausgebreitet habe. Da ist auf jeden Fall etwas Spannweite verloren gegangen. Aber es ist halt ein Benutzungsgegenstand.

Das Spannen war übrigens auch eine Herausforderung. Ich nutze zum Spannen solche Puzzle-Spielmatten. Davon habe ich 20 Stück. Das war gar nicht so einfach damit den Umfang der Decke abzudecken. Am Ende fehlten glaube ich drei Platten. Die Stecknadeln an den betroffenen Zipfeln des Rands mussten dann auf den Teppich darunter ausweichen. Ging auch und das Hobbyzimmer war zwei Tage lang blockiert! :D

Inzwischen ist die Decke nun seit knapp drei Monaten in der Nutzung und wie du auf den Fotos sehen kannst, hat die Wolle keine großen Abnutzungserscheinungen. Sie fusselt weiterhin ein wenig, aber sie pillt nicht und sie gut aus. Mein Mann und ich mögen sie sehr gerne und optisch ist sie einfach toll. Zum Einkuscheln ist sie aber eben nicht 100%ig optimal. Zum einen aufgrund der Dicke wie bereits erwähnt, aber auch aufgrund der Form. Bei der runden Decke schaut einfach immer irgendwo was raus. Meistens ein Fuß… Aber was so eine eifrige Strickerin ist, gestehe ich dass ich bereits das nächste Deckenprojekt auf den Nadeln habe. Und das wird die mega Kuscheldecke Deluxe! :)

Achja, die herausgespannten Zacken am Rand der Decke klappen natürlich inzwischen wieder um. Ich glaube übrigens das liegt auch mit an dem Alpakaanteil, dass die Decke eher weniger formstabil ist. Aber wie gesagt, es ist eben ein Gebrauchsgegenstand.

So, ich gehe jetzt wieder unter meine Decke und stricke! Bis zum nächsten Beitrag!

  • Anleitung: „Orden des Phönix“-Lochmusterdecke (Ravelry-Link) aus dem Buch „Harry Potter – magisch stricken“
  • 712g DROPS Lima, Farbe 707 (65% Wolle, 35% Alpaka), LL 100m/50g
  • NS 4,0
  • Jeny’s surprisingly stretchy Bind off
  • Kosten: Garn 45€ (inkl. 3,5 Knäul Rest)
  • fertig gestellt: September 2021

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Creativ Lovers, Creativsalat, Handmade on Tuesday, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

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