Gelbe Schaukelpferde – Babydecke „George“ von Le Petit Mouton

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Hachja, das Thema Decken. Da schleiche ich schon seit längerem drumherum. Als Kompromiss ist es nun erst einmal eine Babydecke geworden. Ich habe mir das Design „George“ von Le Petit Mouton ausgesucht. Da sind auf glatt rechtem Grund Schaukelpferde aus linken Maschen drauf. Total easy und einfach schön!

Im Februar war ich schon kurz davor Garn für eine „Tonal Blanket“ von Purl Soho zu bestellen, kam aber doch wieder ins Zweifeln. Als Kompromiss überlegte ich dann quasi als Testlauf eine Babydecken-Variante zu stricken. Als dann im März eine Kollegin ihre Schwangerschaft verkündete, war das dann der kleine Tritt, den ich noch brauchte.

Bei der Projektfinalisierung kam ich dann aber doch wieder von dem Gedanken einer „Testdecke“ ab. Gelandet bin ich dann bei der Babydecke „George“ von Le Petit Mouton und habe dafür dann auch noch einen Posten aus meinem Wollberg aussuchen können: eine pastellgelbe Baumwolle, zweifädig und verzwirnt. Für genauere Infos über das Garn habe ich bei der dänischen Spinnerei nachgeforscht, die auf der Banderole der Stränge vermerkt war. Das war leider nicht ergiebig. So habe ich händisch grob die Lauflänge ermittelt. Die liegt bei ca. 100m/50g. Insgesamt hatte ich 600g und somit 1200m von dem Garn.
Die Farbe ist leider mal wieder schlecht zu fotografieren. Am besten treffen es wohl die Fotos mit Hase und Teddy.

Eigentlich war die Decke so als Nebenbeiprojekt geplant mit dem Ziel im Juni/Juli fertig zu sein. Naja, was soll ich sagen. Da ich spontan die Sockmadness für mich abgehakt habe, habe ich unbewusst anscheinend die Decke als Kompensation gewählt und sie war nach zwei Wochen fertig. Zugegeben, eine Woche davon hatte ich Urlaub, das hilft ungemein.

Angeschlagen habe ich (glaube ich – Gedächtnis wie ein Sieb) wieder mal mit dem altnorwegischen Maschenanschlag. Das ist eine wirklich schön elastische Variante des Kreuzanschlags, auch bekannt als „German Twistet Cast On“. Den nutze ich eigentlich immer, wenn ich nicht mit einem Rippenmuster starte und deshalb den „tubular Cast on“ verwende. Auch bei Socken leistet er gute Dienste.
(Für Socken finde ich aber auch den Häkelanschlag genial, den ich vor kurzem bei der Sockmadness gelernt habe. Der ist noch ein wenig elastischer. Mehr dazu hier im Projektbeitrag zu den Socken.)

Die Wahl eines geeigneten Maschenanschlags war mir sehr wichtig, weil nichts ist ärgerlicher, als wenn man die Decke fertig gestrickt hat und beim Spannen merkt, dass man sie nicht dehnen kann, weil der Maschenanschlag es nicht zulässt. Gleichzeitig darf er aber auch nicht völlig „totgespannt“ aussehen nach der Dehnung und im besten Fall fügt er sich gut in die Krausrippen ein, die die Decke einfassen.
All diese Punkte erfüllt der besagte altnorwegische Maschenanschlag m.E. gut.

Naja, und dann strickt man sich so durch. Die erste krausrechte Kante, dann die erste Kachelreihe. Spannend, das erste Schaukelpferd entsteht. Und das auch noch schneller als gedacht. Na dann, keine Müdigkeit vorschützen. Schnell die Krausrippen zur Trennung der Kachelreihen und ab in die zweite Reihe Kacheln. Die geht noch schneller. Hier ist nämlich nur eine Schaukelpferd-Kachel. Wieder ein Trennstreifen und schon hat man fast die Hälfte der Decke erreicht. Amazing! Ab diesem Punkt steigt mit jeder Reihe die Motivation durch das näher kommende Projektende und so waren mit ein wenig Durchhaltevermögen dann am Ende auch die fünfte Reihen Kacheln und der Abschlussrand gestrickt. Okay, ich gebe zu, ganz so schnell wie ich es hier darstelle, ging es dann doch nicht. Aber sie ist fertig. Yeay!

Zur Gestaltung der Deckenränder habe ich mich für den Knötchenrand entschieden. Dabei werden die Randmaschen in jede Reihe rechts gestrickt. Dieser Rand passt ganz wunderbar zum kraus rechten Gestrick, das die Decke einfasst, und ist genauso elastisch.

Grundsätzlich bin ich bei diesem Projekt der Anleitung gefolgt. Nur beim Schaukelpferd-Muster habe ich eine zusätzliche Masche eingefügt und den Pferden damit Ohren spendiert. Ich gebe allerdings zu, dass das im Endzustand wenig bis gar nicht zu erkennen ist. Aber mir war es so lieber.

Nach der breiteren Randblende habe ich die Maschen elastisch abgekettet. Das passt sowohl optisch ganz gut und erfüllt die gleichen Anforderungen, die ich an den Maschenanschlag gestellt habe.

Nach Fertigstellung ging die Decke einmal im Wollwaschgang in die Maschine und dann ab auf die Spannmatten. Dadurch hat sich das Maschenbild deutlich beruhigt und die Schaukelpferde kommen richtig schön raus. Sie hat nun die Abmessungen ca. 68 x 86 cm. Angepeilt waren 60 x 90 cm. Sie ist also etwas breiter und minimal kürzer als geplant. Ich habe 426g Garn verbraucht.

Das Baumwollgarn ist angenehm weich, auch nach der Wäsche noch, und das Gestrick ist trotzdem schön griffig und macht einen „robusten“ Eindruck im Sinne dessen, was eine Babydecke auszustehen hat.

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Decke und freue mich auf das Verschenken. Ich hoffe sehr, sie gefällt und wird ihren Dienst tun.

  • Anleitung: Babydecke „George“ von Le Petit Mouton (Ravelry-Link)
  • 426g ägyptische Baumwolle von „Die Wollscheune“ in hellgelb (100% Baumwolle), LL ca. 100m/50g
  • Abmessungen ca. 68x86cm
  • NS 3,5
  • altnorwegischer Maschenanschlag
  • elastisch abgekettet
  • „Ohren“ ergänzt: Reihe 39, Masche 30 links stricken
  • Kosten: Garn 13€ (inkl. 174g Rest), Anleitung 5,10€
  • fertig gestellt: April 2021

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Creativ Lovers, Creativsalat, Handmade on Tuesday, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

4 Kommentare zu „Gelbe Schaukelpferde – Babydecke „George“ von Le Petit Mouton

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