Socken „Senbonzakura“ von Natalia Vasilieva – Sockmadness 2021

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Es ist soweit! Es ist Sockmadness-Zeit! Jedes Jahr Anfang März startet die Sockmadness in der gleichnamigen Ravelry-Gruppe und ich bin wieder dabei. Dieses Jahr wurde in der Qualifizierungsrunde das Design „Senbonzakura“ von Natalia Vasilieva alias Skeincharmer gestrickt. Eine Kombi aus Strukturmuster mit Wickelmaschen und eingestrickten Perlen.

Falls du jetzt nur Bahnhof verstehst, verrate ich gerne noch etwas mehr:
Die Sockmadness ist ein Strickwettbewerb, der auf Ravelry stattfindet, organisiert durch zwei Handvoll Moderatoren, die da seit Jahren bei steigender Teilnehmerzahl die ganze Organisation schmeißen. Man munkelt, dieses Jahr hätten sich über 2000 Teilnehmer angemeldet. Das muss man erst mal händeln! Die Anmeldung läuft im Februar und Anfang März startet dann der Wettbewerb mit der Qualifizierungsrunde. Diese dauert exakt 14 Tage und man muss ein Paar Socken genau nach der rausgegebenen Anleitung stricken. Dabei gibt es Vorgaben, die man einhalten muss, und auch die Mindestgröße wird durch die Moderatoren festgelegt, um die Vergleichbarkeit im Wettbewerb herzustellen. Alle, die das Qualifikationspaar in der Zeit fertig und fehlerfrei stricken, werden für die erste Wettbewerbsrunde zugelassen. Die Teilnehmer werden im Zuge dessen in Teams eingeteilt und nun geht es auf Zeit. Die Runden sind auch maximal 14 Tage lang, endet aber auch, wenn eine vorher definierte Anzahl an Teammitgliedern die Socken fertig haben und sich somit für das Weiterkommen in die nächste Runde qualifizieren. So werden über sechs Runden die Teammitglieder bis auf einen einzigen Teilnehmer reduziert und in der Finalrunde treten alle Team-Sieger gegeneinander an.

Aber soweit ist es ja noch nicht! Erst mal qualifizieren. Letztes Jahr waren die „Wohin?“-Socken der das Muster der Qualifizierungsrunde. Die waren etwas nervig, aber gingen gut von der Hand. Dieses Jahr war zum einen die Anleitung im Verhältnis anspruchsvoll bzw. brauchte ein gutes Maß an Aufmerksamkeit und ich war zwischendurch echt genervt von dem Muster.

Das mag aber auch an meiner freien Gehirnkapazität gelegen haben. Die lief nämlich denkbar ungünstig für den Wettbewerbsstart gegen Null, da es fernab der Nadeln wichtige Entscheidungen zu treffen gab. Nicht umsonst habe ich die zweite Socke auch erst eine halbe Stunde vor Rundenende abgekettet, vernäht und fotografiert. Aber es hat gereicht und ich darf teilnehmen an der Sockmadness 2021!

Aber zurück zu „Senbonzakura“. Mir fehlen bei dem Namen übrigens ständig irgendwelche Buchstaben… :D

Ganz im Sinne der Sockmadness habe ich bei diesem Design Techniken gelernt, die ich bisher noch nicht benutzt habe:
Zum einen einen Häkelanschlag, nämlich den hier click (ich entschuldige mich für die schlechte Qualität!). Schlussendlich werden Maschen mit Umschlag auf die Stracknadel aufgehäkelt und das Ergebnis ist wirklich elastisch. Die Technik hat mich überzeugt.
Zum anderen habe ich das erste Mal Perlen eingestrickt. Leider kam meine dünne Häkelnadel (Ich habe mir eine 0,60mm Häkelnadel gekauft, Gott ist die winzig!) zu spät, weshalb ich die Perlen mit Hilfe von Zahnseide über die Maschen buxiert habe. Das ging auch, wenn auch etwas nervig. Das Ergebnis mag ich leiden. So als Akzent kann man das mal machen.

Laut Anleitung werden Perlen der Größe 6/0 verwendet. Mit diesen Größenbezeichnungen hatte ich so meine Schwierigkeiten. Zumal die Zahl größer wird, wenn die Perle kleiner ist. Eine 8/0-Perle ist somit kleiner 6/0-Perle. Das hängt damit zusammen, dass die Zahl angibt, wieviele Perlen „donutartig“ nebeneinander liegend auf einen Zoll passen.

Die Socke startet eigentlich gleich ins Muster. Es gibt zwar einen Abschnitt „Bündchen“ allerdings wird hier einfach das Rippen und Kaffebohnen-Muster gestrickt, das einen die ganze Socke begleitet. Das Blümchen-Muster durch die Wickelmaschen beginnt dann nach dem „Bündchen“.

Bei der Ferse handelt es sich um eine Zunahme-Ferse. Es wird also vom Schaft kommend die Maschenanzahl vergrößert, bis man das benötigte Maximum erreicht hat. Letztes Jahr bei den „Braidalot“ war das ähnlich. Da wurden die Zunahmen aber beidseitig des Knöchels gemacht, sodass es aussah wie ein Spickel, nur eben nicht am Fuß sondern den Schaft hoch. Bei den Senbonzakura erfolgen die Zunahmen aber an der hinteren Mitte der Socke, sodass man dort die Fersenwand herausstrickt. Im Gegensatz zu einer Käppchenferse ist die Fersenwand aber dreieckig, da man von oben kommend ja mit wenigen Maschen startet, und man muss im Anschluss keine Maschen aufnehmen.
Denn hat man die benötigte Maschenzahl erreicht strickt man „unter dem Fuß“ verkürzte Reihen und nimmt gleichzeitig Maschen ab. So reduziert sich die Maschenanzahl, bis man die Ferse abgeschlossen hat und dann wieder in Runden den Fuß zu stricken beginnt.

Bei Sockshype habe ich durch Zufall eine Anleitung für diesen Fersentyp gefunden. Wenn dich die Technik interessiert, schau da doch mal vorbei: click.

Auf dem Fuß setzt sich das Blümchenmuster fort. Ich habe hier aber auf die Perlen verzichtet, weil ich nicht wollte, dass es in den Schuhen drückt. Nachdem ich die Socken nun bereits auch mit den Perlen direkt an der Seite der Fersen im Alltag getragen habe, bin ich mir gar nicht sicher, ob das auf dem Oberfuß in meinen Schuhen wirklich zu Problemen geführt hätte. Egal. Ich habe da nun halt keine Perlen. :)
Die Sohle wird glatt rechts gestrickt und die Kaffebohnen laufen dekorativ an den Seiten weiter mit.

Diese setzten sich auch in der Spitze fort und die Abnahmen im Sinne einer Bändchenspitze werden in das Muster integriert.

Insgesamt muss ich sagen, die Socken sitzen fantastisch und auch nach einem Tag tragen sind sie kaum ausgeleiert und rutschen nicht am Fuß hin und her. Richtig gut! Die Fersenkonstruktion möchte ich mir auf jeden Fall merken!


Achja, zum Garn muss ich ja auch noch was sagen! Ich habe eine Sockenwolle aus meiner Knitcrate-Box aus März 2020 verstrickt. Und zwar die Sugared Sock von Uru.yarns (Ravelry-Link). Das ist ein Merino-Sockengarn mit Stellina-Anteil. Es glitzert! Und die Farbe „Blood Moon“ gibt diese tollen Beerentöne. Da kann sogar ich mich für „pink“ begeistern.

Die Anleitung zu den Sockmadness-Designs gibt es zum Großteil nach Ende des Wettbewerbs, also ca. im Juli, irgendwann für alle zu kaufen. Allerdings werden nicht alle immer im Nachhinein zum Verkauf freigegeben. Wenn dich das Muster interessiert, dann speichere es dir doch bei Ravelry in den Favoriten ab, damit du auch im Sommer noch dran denkst und immer mal schauen kannst, ob es schon verfügbar ist.

  • Anleitung: „Senbonzakura“ von Natalia Vasilieva (Ravelry-Link)
  • 77g Sugared Sock von Uru.yarns, Farbe Bloodmoon (70% Merino, 20% Polyamid, 10% Stellina), LL 365m/100g
  • Größe M, 76 Maschen
  • NS 2,5
  • 24 Perlen 6/0
  • Häkelanschlag mit Umschlag
  • Zunahme-/Keilferse
  • Kosten: ca. 18€ (inkl. Rest)
  • fertig gestellt: März 2021

Verlinkt bei Maschenfein, Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Creativ Lovers, Creativsalat, Handmade on Tuesday, DvD.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

4 Kommentare zu „Socken „Senbonzakura“ von Natalia Vasilieva – Sockmadness 2021

Gib deinen ab

    1. Hallo liebe Andrea,
      vielen Dank! Ja, ich war auch negativ eingestellt. Aber tatsächlich habe ich es in verschiedenen Schuhen inzwischen probiert und merke die überhaupt nicht. Aber auf Nummer sicher gehen und den Fuß ohne Perlen stricken, schadet sicherlich nicht :)
      Viele liebe Grüße
      Anma

      Gefällt mir

  1. Wunderschöne Socken sind das, das Muster ist genial, ich hoffe ich denk‘ im Sommer daran mal nach der Kaufanleitung zu spickeln, denn bis jetzt gibt es hier immer nur stinknormale Socken für den Tochterfreund. *G*
    Liebe Grüße
    Manu

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Manu,
      da wären die Senbonzakura aber ein großer Schritt in eine neue Richtung. Aber richtig so! Man muss neue Dinge einfach ausprobieren. Würde mich freue, wenn ich zu der Verleitung beitragen konnte :)
      Liebe Grüße
      Anma

      Gefällt mir

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