Das war der April ’22

[Werbung: unbauftragt, wegen Namens- und Markennennung/Verlinkung]

Nun ist der April auch schon wieder vorbei. Die Zeit rast derzeit einfach nur so an mir vorbei. Manchmal habe ich das Gefühl, dass sie mich dabei abhängt und ich nicht passend dazu weiterkomme. Aber da hilft es mir dann, den Blick von „den anderen“ und „allen“ weg und hin zu mir zu lenken. Das relativiert die Schnelligkeit dann doch ein gutes Stück. Sehr beruhigend. :)
Und es hilft auch, sich das Geschaffte wirklich noch einmal vor Augen zu führen. Deshalb startet wir hier nun auch in den Monatsrückblick!

Es läuft weiterhin die Sockmadness, auch wenn ich noch nicht weiß, ob die aktuelle Runde nicht meine letzte ist. Mal sehen. Ich war nämlich mit dem Strickmann passend zum Rundenbeginn im Urlaub auf Fuerteventura und da war das Strickzeug zwar mit, aber eindeutig Nebensache. Mal schauen, was ich bis zum Rundenende am 03.05. noch so schaffe.
Neben Socken gibts aber noch ein paar Fortschritte zu vermelden, die ich dir nicht vorenthalten möchte. Allerdings auch Verluste…! Auf geht’s!

Fertiges Wollgewusel

Bevor ich zu den fertigen Stücken an sich komme, gibts hier fix die Links zu den im April erschienen Projektbeiträgen. Wenn du also noch etwas nachlesen willst, ist hier der direkte Weg:

Das erste und auch einzige fertige Werk im April waren die Socken der zweiten Runde der Sockmadness. Ich hatte diese nach knapp der Hälfte der Laufzeit der Runde gleich in den ersten Tagen des Monats fertig und mir dabei die Finger wundgestrickt. Aber sie habe einfach so viel Spaß gemacht. Gestrickt wurden die Plaid Pocket Socks von Cow From Mars (ravelry-Link). Der Name lässt schon erahnen, was uns Teilnehmer/-innen bei diesem Design erwartete. Es waren Colourwork-Socken mit einem Plaid-Muster in der Fläche und jeweils einer Tasche am Schaft der Socken. Das Muster ließ sich aufgrund der kurzen Spannfäden und des logischen Aufbaus sehr gut runterstricken, wenn man sich erst einmal eingegroovt hatte. Die Tasche wurde mit einer Abwandlung der Doubleface-Technik direkt mit angestrickt. Das habe ich so noch nicht gemacht, fand das aber richtig gut und total befriedigend. Auch die Fersenkonstruktion war spannend. Es war eine verstärkte Käppchenferse mit dem Spickelabnahmen unter dem Fuß. Wer häufiger deutsche Sockendesigns strickt, kennt diese Technik u.a. von den mehrfarbigen Ducathi-Designs.

Dies und noch einiges mehr, habe ich bereits im Projektbeitrag für dich zusammengestellt. Schau doch mal rein. Zum Blogbeitrag geht es hier entlang.

Aktuelles Wollgewusel

Zwischen den Sockmadnessrunden ging es weiter an meinem Rundpassenpullover mit Einstrickmuster aus der DesignerKnitting 06/2019. Es ist ein Design von Melissa Leapman und man kann die Anleitung inzwischen auch einzeln bei ravelry erwerben. Ich habe sie dir hier (ravelry-Link) verlinkt.

Info zum Garn (Auszug aus letztem Monatsrückblick):
Ich verwende die Rowan ColourSpun, ein Wollgarn mit 14% Mohair und 14% Polyamid, als Hauptfarbe und habe mich für die Kontrastfarbe für ein rotbraunes Garn, das den Rotton aus dem Hauptgarn aufgreift, entschieden. Das ist die Vidalana Ambient Worsted (100% Peruanische Wolle mit 184m/100g), ein Rest von meinem Pullover „Ascent“. Der Kontrast ist gewollter Weise nicht allzu groß. Aber hier ist ja allein schon wegen der unruhigen Hauptfarbe alles etwas anders (aber vom Design so gewollt).

In der Woche vor Ostern bin ich da ganz gut vorangekommen. Ich habe die Rundpasse mit einigen Anpassungen des Musters beendet und die Ärmel abgeteilt. Einer der Ärmel ist nun außerdem schon fertig und der Körper hat auch schon eine ansehnliche Länge. Auch den Kragen habe ich bereits ein zweites Mal gestrickt, da ich mich leider mit der Lage des Rundenbeginns vertan hatte und durch von mir eingefügte verkürzte Reihen nicht der Bereich im Nacken höher war als vorne sondern eine Seite höher als die andere. *hust* Es so zu lassen war da keine Option. Also habe ich die Maschen oberhalb der Rundpasse neu aufgenommen und das Bündchenmuster neu angestrickt. Ich habe den Kragen dabei auch etwas verkürzt, da er mir vorher ein Stück zu lang war.

Ich werde nun zumindest eins der aktiven Knäul am Körper zu Ende stricken und dann wohl erst einmal den zweiten Ärmel beginnen. Aber da haben sich ja auch noch andere Sachen auf die Nadeln gemogelt…!

Da über Ostern Pause bei der Sockmadness war und die neue Anleitung erst nach unserer Abreise in den Urlaub kommen sollte, brauchte ich ja nun ein kleines Projekt für die Reise und den Flug. Deshalb habe ich zwei Sachen angeschlagen.

Nun hatte ich letzten Monat noch erzählt, dass ich überlegen den Ashes von Joji Locatelli anzuschlagen. Aber es ist nun ein anderes Tuch der Designerin geworden: der Storm Shawn von Joji Locatelli (ravelry-Link). Das ist ein so genanntes „One-Skein-Wonder“. Es soll nämlich mit 100g Garn auskommen. Es handelt sich dabei um ein relativ schmales, sichelförmiges Tuch. Durch luftige Muster (Lochmuster, Fallmaschen) ergibt sich eine brauchbare Tuchgröße trotz wenig Garnverbrauch. So hoffe ich zumindest! Ich habe mich für einen Strang Merino-Single-Garn von Marianthi Yarns entschieden. Diesen habe ich kürzlich erst erworben (hier habe ich davon berichtet) und er ist in einem dunklen Petrol gefärbt. Schön semisolid, sodass die Farbe trotzdem eine gewissen Lebendigkeit hat.

Bislang habe ich ca. ⅓ des Strangs verstrickt und mit 4,5mm-Nadeln geht es flott von der Hand. Dies wird vermutlich ein Geschenk für eine Kollegin, denn das ist genau ihre Farbe. Mal schauen, ob mir das Ergebnis so gut gefällt, dass ich es verschenken mag.

Außerdem habe ich ein Paar Sneaker-Socken angeschlagen. Ich weiß auch nicht wieso. Als wären da gerade nicht genug Socken in meinem Leben. :D Aber irgendwie hatte ich Spaß daran farblich zusammenpassende Reste rauszusuchen und klein genug für den Urlaub sind sie auch. Nun bin ich aber leider nicht sonderlich weit gekommen, da ich überwiegend an den zwei vorangegangenen Projekten gestrickt habe. Es ist also bislang nur eine Fersenlasche sowie der Beginn der Zunahmeferse der ersten Socke geschafft. Ich verwende hier erneut die Anleitung der NelinaSocks von Sockshype. Ich habe diese bereits letztes Jahr im Rahmen des Teststricks gestrickt und die Socken liebe ich (hier geht es zu meinem Paar). Die sitzen so perfekt. Da war jetzt einfach die Zeit noch einmal ein Paar davon anzuschlagen.

Ich verwende hierbei ein angefangenes Knäul der hellgrauen Happy Feet von Hobbii. Das ist der Rest von den Plaid Pocket Socks und dazu kleinere Reste. Uni schwarz für die charakteristischen Streifen und einen handgefärbten Mini von KrakenYarn, bzw. ein Rest des Minis, für die Fersenlaschen und die Spitzen. Die werden super und ich freue mich jetzt schon auf das Neongrün, dass dann aus meinen Sneaker blitzt. :D

Und als letztes habe ich natürlich nun die dritte Runde der Sockmadness auf den Nadeln. Dieses Mal sind es spektakulär kleinteilige Socken. Cable Wably (ravelry-Link) heißt das Design von Liz Sedmak. Es sind ToeUp-Socken mit ganz vielen kleinen Zopfsträngen und wilden Konstruktionen. Die Fersenwand wird z.B. parallel zum Schaft in Hin- und Rückreihen gestrickt und der Schaft wird unterhalb des Bündchens von einem Band umfasst, das ebenfalls quer und in Reihen gearbeitet und am Ende zur Runde zusammengenäht wird.

Die erste Socke ist nach acht Tagen der laufenden Runde fertig geworden, wobei ich im Urlaub wie gesagt nur sehr dezimiert gestrickt habe. Aber ganz ehrlich. Ja, die sind hübsch, wenn sie denn dann fertig sind. Aber sie lösen bei mir Aggressionen aus! Lange hatte ich keine so dermaßen große Abneigung gegen das Fertigstellen eines Strickstücks und habe es trotzdem getan. Aber mich treibt der Ehrgeiz. Die Runde endet am 03.05. und sie wird auch bis zum Ende laufen, denke ich. Bei mir im Team sind noch viele Plätze frei und ich denke nicht, dass am Ende alle vergeben sein werden. Der limitierende Faktor fürs Weiterkommen ist also wirklich die Zeit, das Rundenende.
(Das Bild zeigt den Stand am 28.04..)

Achja, passen tut mir die die erste Socke übrigens nicht. Bei diesem Muster war mir klar, dass ich wirklich nur die minimalen Anforderungen stricken werde. Nun sind sie mir leider etwas zu klein. Mit Nadelstärke 2,75mm hätte es wohl besser ausgesehen. Aber wegen der Mitnahme ins Flugzeug wollte ich lieber auf dem CrasyTrio stricken und das habe ich nicht in 2,75mm… Moment, doch.. Ähm ja, dann habe ich wohl beim Packen für den Urlaub mich auf die „Standard-Nadel“ verlassen. Schließlich kannte ich die Anleitung da ja noch nicht.

Die Socken werden aber auch ein Zuhause finden. Auch wenn ich tatsächlich sehr wenig Menschen mit Füßen kleiner Schuhgröße 38 kenne… Aber ich wüsste da schon wen. Mutti, sag doch mal, magst du die leiden? Gib doch mal Rückmeldung, wenn du das hier liest. :)

Geplantes Wollgewusel

Bei so vielen aktuellen Projekten hab ich gerade noch nichts konkretes darüber hinaus geplant. Allerdings hat sich ein „Notfallpatient“ eingeschoben. Und zwar wollte ich meinen Sara Lace Cardigan von Vera Sanon (ravelry-Link hier) für den urlaub einpacken und musste feststellen, dass im Lochmuster zwei riesige Löcher sind. Und zwar ist nicht nur jeweils ein Faden durch und dann gefallene Maschen, sondern es sind an den zwei Punkten die Fäden mehrerer Reihen durchtrennt. Erst dachte ich an Motten, aber es sind keinerlei weitere Beschädigungen oder „dünne“ Stellen zu finden. Inzwischen glaube ich, dass beim Rausziehen einer Strickjacke, die direkt hinterm dem Cardigan im Schrank hing, der Reißverschluss im Lochmuster hängen geblieben sein muss. Das erklärt für mich bislang am ehesten das Schadensbild. Aber es hilft alles nichts. Ich habe glaube ich kein Restgarn mehr und wüsste nicht mal, wie ich in dem Lochmuster die Fäden mehrerer, direkt übereinander liegender Reihen flicken solle. Schließlich muss ich ja sowohl die kaputten Fadenenden als auch die Enden der Reparaturfäden im Lacemuster vernähen, was an sich schon echt doof ist, aber wenn es dann auch noch so viele Ende sind.

Hach, ich weiß nicht. Ich liebe diese Jacke. Sie war eins meiner ersten großen Strickstücke und ich habe sie sogar abends bei meiner Hochzeitsfeier getragen. Aber ich befürchte fast ich kann sie nicht so retten, dass ich sie noch anziehen mag. Wenn du einen Tipp hast, wie man gut solche großen Schäden in Lochmustern reparieren kann oder vielleicht ein Video oder andere Quellen empfehlen kannst, schreib es gerne unten in die Kommentare. Ich würde mich freuen!

Neues im Werkzeugkasten

Und noch ein Sockenwunder! Dieses Mal in 4,0mm für die Ärmel meines Pullovers. Irgendwie stehe ich gerade auf die kleinen Rundstricknadeln.

Neues im Wollberg

Nicht viel aber ein wenig. Durch Instagram aufmerksam geworden, habe ich mir noch eine Färbung der Lana Grossa Merino Meilenweit Hand-Dyed (Farbe 4 Namak) sowie 2x50g der besonderen Färbungen, die dann zwei gleiche Socken ergeben sollen, (Farbe 205 Thandai) bestellt.

Liebe Grüße aus dem Wollgewusel!!

Anma

Verlinkt bei Meine Fummeley, Lieblingsstücke, Maschenfein.
(o.g. Seiten ggf. ohne Verlinkung? -> Verlinkung folgt, wenn Linkparty online)

2 Kommentare zu „Das war der April ’22

Gib deinen ab

    1. Danke! So als fertiges Objekt mag ich sie auch. Quäle mich gerade durch den zweiten Schaft. Es ist also bald geschafft und das Drama gar ein Ende und es bleiben ausschließlich die schönen, fertigen Socken. :) Alles eine Frage des Standpunkts. 😊

      Gefällt 1 Person

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